Geboren am 26. September 1857 in Geinsheim. Eltern: Friedrich Stahler (Schneider) und Klara geb. Schreiner aus Harthausen.
- Weil das Bistum Speyer Überfluss an Priestern hatte und auf Veranlassung des Franziskanerpaters Konrad Eupel (1874 Pfarrverweser in Geinsheim) Besuch des Würzburger Seminars.
- Am 31. Juli 1881 in Würzburg zum Priester geweiht.
- Seelsorger in der Diözese Würzburg: in Arnshausen, Forst und Gerolzhofen.
- Präfekt im Studienseminar Aschaffenburg (1885); Pfarrer der Pfarrei "Unsere liebe Frau" in Aschaffenburg (1891).
- Vater Stahler setzte sich besonders für die katholischen Arbeiter und ihre Vereine ein.
- Über zehn Jahre Diözesanpräses der katholischen Arbeiterschaft.
- Domkapitular (1912), im Zentralkomitee für die Katholikentage an führender Stelle tätig.
- Geistlicher Direktor der "Zeller Schwestern" (1914-1936).
- Gründungsvorsitzender des Bayerischen Klerusverbandes (1920-1933).
- Dompropst in Würzburg (1921), Päpstlicher Hausprälat.
- Domdekan (1933).
- Zeitlebens der Heimat und der Familie zugetan.
Gestorben am 14. September 1938 in Würzburg und dort beerdigt.
Vom Bayerischen Klerusverband gestiftete Gedenktafel in der Vorhalle der Geinsheimer Kirche "eine der markantesten Persönlichkeiten des bayerischen Klerus, dessen Wirken sich jedoch nicht laut vor der breiten Öffentlichkeit vollzog".
Quelle: Kästel, Norbert: "St. Peter und Paul, Geinsheim - Zur Geschichte der Kirche und der Pfarrei". Festschrift zum 125. Jubiläum der Weihe der neuen Kirche. Neustadt-Geinsheim 1998
|