Unsere Kirche
Die St. Michaelskirche von Duttweiler wurde auf dem höchsten Punkt in Duttweiler (in Anlehnung an den Mont Saint Michel) errichtet. Schon seit vielen Jahrhunderten, vielleicht seit mehr als tausend Jahren treffen sich hier die Christen der Gemeinde zum Gebet und zum Gottesdienst.
Vor der jetzigen Kirche stand hier ein Vorgängerbau aus dem 13. Jahrhundert. Er war der Erbauungszeit entsprechend im romanischen Stil in Ost-West-Richtung errichtet worden. Jedoch kamen die Duttweiler Christen wohl nicht erst seit der Erbauung der mittelalterlichen Kirche hier zusammen.
Bei den Renovierungsarbeiten zur Gestaltlung der Emmauskapelle wurden unter dem Fußboden des alten Chorraumes im Kirchturm Fundamente entdeckt, deren genaues Alter nicht bekannt ist. Möglicherweise stand hier bereits vor der Kirche aus dem 13. Jahrhundert ein Gotteshaus (die erste urkundliche Erwähnung von Duttweiler geht auf das Jahr 965 zurück).
Die heutige Kirche wurde in den Jahren um 1870 errichtet. Damals war die romanische Vorgängerkirche, ebenfalls dem Hl. Michael geweiht, längst zu klein und vor allen Dingen recht baufällig geworden. Da allerdings in Ost-Welt-Richtung nicht genügend Raum vorhanden war, dreht man die Achse des Schiffes kurzerhand um 90° in Nord-Süd-Richtung.
Dem Zeitgeschmack des 19. Jahrhunderts entsprechend kopierte man damals gerne die Baustile früherer Jahrhunderte. In Duttweiler entschloss man sich dazu, die Kirche im neogotischen Stil zu errichten. So entstand eine schöne und für eine Dorfkirche recht aufwändige Schaufassade, durch Spitzbogenfenster stark gegliedert und mit Fialen bekrönt.
Das Kirchenschiff
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Betritt man den Kirchenraum, so ist man zunächst fasziniert von der Schlichtheit und von der geistlichen Atmosphäre, die er ausstrahlt.
Sowohl die neugotische Gewölbedecke des Altarraums als auch die wunderschöne Holzdecke im Kirchenschiff geben dem Raum ein besonderes Gepräge.
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Die Kreuzigungsgruppe
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Im Scheitel des Chorraumes befindet sich eine Kreuzigungsgruppe (Jesus Christus am Kreuz mit Maria, der Mutter Jesu und dem Lieblingsjünger Johannes). Sofort beim Eintreten in die Kirche nimmt sie den Blick gefangen.
Die Figurengruppe stammt, wie alle anderen Heiligendarstellungen in der Kirche (mit Ausnahme des Hl. Michael) aus den neugotischen Altären, mit denen die Kirche nach ihrer Erbauung ausgestattet worden war.
Bei einer großen Renovierung Anfang der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurden, dem damaligen Zeitgeschmack entsprechend, der Hochaltar, zwei Seitenaltäre sowie die Kanzel aus dem Kirchenraum entfernt. Eigentlich, so erzählen ältere Duttweilerer Gemeindemitglieder, sollten auch die Figuren zerschlagen werden, da man annahm, sie seien aus Gips. Als man aber feststellte, dass es sich bei diesen Darstellungen um Holzfiguren handelte, zerstörte man sie nicht, sondern übernahm sie in den neu gestalteten Kirchenraum.
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Der Ambo
Eine besondere Verbindung mit den Gemeinde-
mitgliedern knüpft der Ambo, denn er wurde vom Bernhard Mathäß, einem waschechten Duttweilerer geschaffen. Der Ambo ist der Ort, an dem das Wort Gottes vorgetragen und in der Predigt ausgelegt wird. Somit stellt er eine Lebensquelle für die Gläubigen dar.
In der Bibel heißt es: "Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heiles" (Jes 12,3).
Jesus Christus selbst spricht davon, dass er uns das lebendige Wasser zu trinken geben möchte (vgl. Joh 4).
Auch mit einem Weinstock vergleicht er sich im Johannesevangelium: "Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer" (Joh 15,1)
Wenn wir auf sein Wort hören, werden wir in seiner Gemeinschaft bleiben, wie die Reben am Weinstock bleiben müssen, um Frucht zu bringen. An dieses gerade in einem Weinort besonders beziehungsreiche Bildwort erinnert der Ambo ebenfalls. Er zeigt den Weinstock von der Wurzel bis zu den Blättern und Trauben.
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Erzengel Michael
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Der Erzengel Michael ist der Patron der Kirche. Zusammen mit den beiden weiteren Erzengeln Gabriel und Raphael wird sein Fest am 29. September gefeiert. Bereits die Vorgängerkirche, von der heute nur noch der Chorraum im Untergeschoß des Turmes erhalten ist (siehe: Emmauskapelle), war einem Michaelspatrozinium gewidmet. Diese Tatsache deutet darauf hin, dass die Gemeinde Duttweiler eine sehr alte Pfarrei ist.
Die Darstellung des Kirchenpatrons wurde erst nach der großen Renovierung und Neugestaltung des Kircheninneren angeschafft.
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Orgel und Empore
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In der südlichen Rückwand der Kirche befinden sich drei große neugotische Fenster, die während des ganzen Tages ein wunderbar farbenfrohes Licht in die Kirche hineinfallen lassen.
Sie wurden von dem Speyerer Künstler Zeuner in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts gestaltet. Die Orgel an der Rückwand der Kirche stammt aus der Orgelbauwerkstätte Scherpf, Speyer. Sie verfügt über 14 klingende Register, die auf zwei Manuale und Pedal verteilt sind.
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